SCHUFA-Score verbessern

Das Wichtigste im Überblick:

  • Die SCHUFA sammelt Daten über Dritte, um ihren Vertragspartnern Informationen über deren Bonität bereitstellen zu können.
  • Dabei wird ein sogenannter SCHUFA-Score berechnet. Wie dieser Score bestimmt wird, ist nicht bekannt.
  • Der SCHUFA-Score kann verbessert werden, wenn
    o Zahlungsausfälle vermieden werden.
    o Die Anzahl an Girokonten, Kreditkarten und Krediten niedrig gehalten werden.
    o Bei der Einholung von Kreditangeboten von den Kreditinstituten lediglich schufaneutrale Anfragen an die SCHUFA übermittelt werden.
    o Gegebenenfalls falsche Daten eigenständig entdeckt und von der SCHUFA gelöscht werden.

Hier finden Sie Antworten auf folgende Fragen:

Die SCHUFA – allseits bekannt und gefürchtet. Es ist keine Seltenheit, dass die SCHUFA so manch einem, einen Strich durch die Rechnung macht. Ein schlechter SCHUFA-Score hat zur Folge, dass Kredite nicht gewährt und sogar Handyverträge abgelehnt werden. Wir informieren Sie rund um das Thema SCHUFA, damit Sie Ihren SCHUFA-Score dauerhaft verbessern und langfristig halten können.

Was ist die SCHUFA?

Die SCHUFA ist eine privatrechtliche deutsche Wirtschaftsauskunftei in Form einer Aktiengesellschaft. Die SCHUFA versorgt ihre Vertragspartner mit Informationen über die Kreditwürdigkeit Dritter.  Vertragspartner der SCHUFA können in drei Kategorien unterteilt werden:

  • A-Vertragspartner: Kreditinstitute, Kreditkartenunternehmen und Leasinggesellschaften

          Diese Partner erhalten von der SCHUFA Positiv- und Negativmerkmale.

  • B-Vertragspartner: Unternehmen die Lieferungen und Leistungen gegen Kredite anbieten

          Die Unternehmen erhalten lediglich Negativmerkmale von der SCHUFA

  • F-Vertragspartner: Inkassounternehmen

          Inkassounternehmen werden nur die Adressdaten der Personen zur Verfügung gestellt.

Wie setzt sich der SCHUFA-Score zusammen?

Wie sich der SCHUFA Score genau zusammensetzt ist nicht bekannt. Die SCHUFA berechnet anhand des Zahlungsverhaltens wie wahrscheinlich eine Person ihren Verbindlichkeiten nachkommen wird. Dargestellt wird dies auf einer Skala von 1% bis 100%. Hierbei gilt, je höher der Scorewert, desto besser.

Welche Daten sind für die SCHUFA interessant?

Folgende Daten speichert die SCHUFA:

  • Namen
  • Geburtsdatum und ggf. -ort
  • Anschrift
  • eventuelle sonstige, auch frühere Anschriften
  • den persönlichen SCHUFA-Basisscore
 

Über Folgendes erhält die SCHUFA Informationen von ihren Vertragspartnern:

  • Bankkonten
  • Kreditkarten
  • Leasingverträge
  • Telekommunikationskonten
  • Versandhandelskonten
  • Ratenzahlungsgeschäfte
  • Kredite und Bürgschaften
 

Keine Informationen speichert die SCHUFA über:

  • Vermögen und Einkommen
  • Marketingdaten (Kaufverhalten oder Ähnliches)
  • Beruf
  • Lebenseinstellungen und Mitgliedschaften (z. B. religiöse, politische etc…)
  • Familienstand
  • Nationalität

Wie verbessere ich meinen SCHUFA-Score?

  1. Um einen schlechten SCHUFA-Score zu umgehen, sollten an allererster Stelle Zahlungsausfälle vermieden werden. Wer Verbindlichkeiten ordnungsgemäß begleicht, erhält keinen SCHUFA-Eintrag. Gehen zwei Mahnungen innerhalb von zwei Wochen ein, wird dies negativ verzeichnet. 
  2. Bei Zahlungsverzug muss umgehend das Kreditinstitut kontaktiert und finanzielle Unterstützung beantragt werden. Wird ein Kredit aufgenommen, um Verbindlichkeiten nachkommen zu können, wirkt sich dies nicht negativ auf den SCHUFA-Score aus.
  3. Jeder hat einmal jährlich das Recht seine SCHUFA-Auskunft kostenfrei einzuholen. Dabei kann die Auskunft eigenständig kontrolliert werden. Werden hierbei Informationen entdeckt, welche nicht der Wahrheit entsprechen, kann eine Löschung dieser Daten beantragt werden. Dokumente, welche die Falschheit der Daten untermauern, können beigelegt werden.
  4. Mehrere kleine Kredite wirken sich auf den Score schlechter aus, als ein großer Kredit. Abgesehen davon ist ein einziger Kredit für den Verbraucher selbst übersichtlicher als mehrere kleine.
  5. Eine Vielzahl an Girokonten verschlechtert den SCHUFA-Score. Hierbei verhält es sich ähnlich wie bei den Krediten. Für den Verbraucher selbst ist ein Girokonto übersichtlicher als mehrere Konten und wirkt sich zusätzlich positiv auf den Score bei der SCHUFA aus.
  6. Kreditkarten gehören heutzutage zum Alltag und sind aus den Köpfen nicht mehr wegzudenken. Mehrere Kreditkarten sind jedoch zu vermeiden, um den SCHUFA-Score zu verbessern.
  7. Werden Kreditangebote bei mehreren Kreditunternehmen eingeholt, kann sich dies negativ auf den Score auswirken, wenn die jeweiligen Unternehmen keine schufaneutrale Kreditanfrage an die SCHUFA übermitteln. Als Verbraucher sollte auf eine schufaneutrale Anfrage bestanden werden. Erst wenn die Entscheidung auf ein Kreditangebot gefallen ist, kann das Kreditunternehmen eine Kreditanfrage an die SCHUFA stellen.

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